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Samsung Galaxy Note 7: Bestes Phablet auf dem Markt

10 Aug 2016
Mit dem Note 7 bringt Samsung nach zwei Jahren Pause endlich wieder ein großes Handy mit Stift nach Deutschland. Wer auf große leistungsstarke Smartphones steht, kommt am Samsung Galaxy Note 7 nicht vorbei. Die Stift-Bedienung bietet neue Möglichkeiten für Notizen oder schnelle Anmerkungen.

 

Wie das Galaxy S7 Edge begeistert das Note 7 mit tollem (und noch größerem) Bildschirm, hohem Arbeitstempo und guter Kamera. Der Iris-Scanner allerdings ist zwar spannend, überzeugt in der Praxis aber noch nicht ganz.
Großes Display welches sich auch sehr gut für Handy Spiele bei Euro Palace eignet, viel Power und ein Bildschirmstift – das ist das Rezept für die Galaxy-Note-Serie.

Mit einem Trick wird das Note 7 handlich

Das letzte in Deutschland veröffentlichte Galaxy mit Stiftbedienung war das Note 4 (dasGalaxy Note 5 schaffte es nie nach Deutschland). Im Vergleich dazu fühlt sich das Note 7 eine ganze Klasse besser an, ähnelt beim ersten Betrachten dem Galaxy S7 Edge: Auch beim Note 7 ist das Display an beiden Kanten gewölbt, der Rahmen aus Metall. Und wie die S7-Klasse ist das Note 7 wasserdicht. Doch im direkten Vergleich verdeutlichen sich die Unterschiede, vor allem beim Anfassen: Wo der Metallrahmen des S7 Edge etwas spitz zuläuft und nicht immer angenehm in der Hand liegt, ist das Design des Note 7 stimmiger. Denn die Kanten sind doppelt gewölbt, also auch an der Rückseite. So fügt sich das Smartphone besser in die Hand – Samsung kombiniert hier praktisch das Design des S7 (hinten abgerundet) und des S7 Edge (vorne abgerundet). Wirklich handlich ist das Note 7 deswegen allerdings noch lange nicht, schließlich ist sein Display (5,7 Zoll) sogar noch minimal größer als das des Galaxy S7 Edge (5,5 Zoll). Dass das Note 7 dadurch etwas breiter und dicker ist, fällt aber kaum auf. Samsung hat den Gehäuserahmen um das Display noch schmaler gebaut. Gleichzeitig sind die Kanten nicht ganz so abgerundet, so sieht das Note 7 eine Spur seriöser aus – wie es sich für ein Profi- oder Business-Smartphone gehört. Auch die Software ist etwas dezenter gestaltet, im Einstellungs-Menü etwa fehlen die vom S7 gewohnten knalligen Symbole und Farben.

Das erste Galaxy mit Iris-Scanner und USB Type C

Das Galaxy Note 7 startet mit zwei Welt-Neuheiten, zumindest wenn man die Galaxy-Smartphone-Welt betrachtet: Zum einen findet man im Galaxy Note 7 endlich die ursprünglich schon für das Galaxy S7 erwartete moderne USB-Type-C-Buchse. Außerdem kann das Note 7 als erstes Galaxy-Smartphone seinen Besitzer nun auch anhand des unveränderlichen Iris-Musters im Auge erkennen. Das ist etwa dann praktisch, wenn der Fingerabdruckscanner bei feuchten oder verschmutzten Händen nicht funktioniert. Einen Iris-Scanner im Handy gab es erstmals Ende 2015 im MicrosoftLumia 950/950 XL. Passend zur neuen USB-Type-C-Buchse hat Samsung auch eine neue, verbesserte Version seiner VR-Brille Samsung Gear VR vorgestellt. Gut: Ein MicroUSB-Adapter wird mitgeliefert, so dass man das Note 7 auch mit älteren Ladegeräten

Note 7: So funktioniert der Iris-Scanner

Auf der Frontseite besitzt das Galaxy Note 7 eine eigene Infrarot-Kamera, die die Iris im Auge des Betrachters abscannt und mit einem dem zuvor gespeicherten Abbild vergleicht. Da das Iris-Muster jedes Menschen unverwechselbar ist, ist dadurch der Besitzer identifizierbar. Der Iris-Scan dient sowohl zum Entsperren des Note 7 als auch zum Freischalten von Daten und Funktionen. Die gute Nachricht: Anders als befürchtet, klappte das Entsperren per Iris-Scan im Test sogar mit Brille. So ist es eine gute Alternative, wenn der Fingerabdrucksanner etwa bei feuchten Händen gerade nicht funktioniert. Allerdings – wie schon beim Lumia 950 – oft erst beim zweiten oder dritten Versuch. Für den Scan müssen Sie das Handy 25 bis 35 Zentimeter vor das Gesicht halten, leicht über Augenhöhe. In direktem Sonnenlicht funktioniert die Erkennung nicht. Außerdem sollten die Augen weit geöffnet sein.

Die Hardware: Der Kern stammt vom S7

Technisch ähnelt das Galaxy Note 7 im Kern weitgehend dem seit März erhältlichen Top-Smartphone Galaxy S7 Edge. Der Hauptunterschied ist der von 5,5 auf 5,7 Zoll angewachsene Bildschirm. Die Auflösung (2560x1440 Pixel) aber ist identisch, im ersten Praxis-Test zeigte das AMOLED-Display ebenso strahlende Farben und starke Kontraste. Auch die Kamera ist dieselbe wie bei der S7-Flotte: vorne 12, hinten 5 Megapixel (jeweils mit lichtstarker Blende 1,7). Videoaufnahmen sind optional mit 4K-Auflösung möglich oder alternativ im Zeitlupenmodus mit 720p (240 Bilder pro Sekunde). Weiterer Unterschied ist der doppelt so große interne Speicher von nominell 64 Gigabyte, von denen im Praxis-Test des Vorseriengeräts 48,1 Gigabyte frei waren. Er lässt sich per microSDXC-Speicherkarte um bis zu 256 Gigabyte erweitern. Zumindest in der Europa-Version des Note 7 ist der Prozessor mit acht Kernen derselbe wie im S7 (Samsung Exynos 88890 mit 4x2,3 GHz und 4x1,6 GHz).

Akku evtl. als Schwachpunkt im Note 7

Der Stromverbrauch des Note 7 dürfte wegen des etwas größeren Bildschirms minimal höher als beim S7 Edge sein. Umso erstaunlicher, zumal bei dem größeren Gehäuse: Der fest eingebaute Akku kommt mit einer niedrigeren Kapazität von 3.500 mAh (S7 Edge: 3.600 mAh). Das bedeutet, dass man beim Galaxy Note 7 bei intensiver, also typischer Smartphone-Nutzung mit einer Akkulaufzeit von unter zehn Stunden gerechnet werden muss. Das wäre nicht gerade ein Spitzenwert. Für ein finales Urteil ist hier aber der Labor-Test abzuwarten, schließlich könnten Optimierungen bei Hard- und Software noch für bessere Laufzeiten sorgen.

Klar verbessert: Der Bildschirm-Stift

Der eigentliche Grund aber, ein Galaxy-Note-Smartphone zu kaufen, ist der Bildschirmstift. Der verschwindet wie bei allen Vorgängern elegant im Gehäuse. Er hat doppelt so viele Druckpunkte (4.096) wie bei früheren Geräten und funktioniert sogar im Regen. Anders als die Bildschirmstifte für die Tablets von Apple (Apple Pencil im iPad Pro) oder Microsoft (Surface Pro 4) funktioniert er ohne Stromversorgung und ohne Bluetooth-Verbindung zum Gerät. Beim Herausziehen des Stifts startet automatisch die neue Notiz-App, die erstmals alle Spezial-Funktionen des Stifts in sich vereint: Man kann handschriftliche Notizen erstellen und mit Zeichnungen, Fotos oder virtuellen „Öl-Gemälden“ versehen. Auf Knopfdruck poppen Übersetzungen einzelner Wörter etwa von einem englischen Text in einem Fenster auf. Besonders trickreich: Auch aus Videos kann man kleine Filmsequenzen ausschneiden und versehen mit Notizen als GIFs mit anderen teilen. So ist es etwa möglich, aus einer Fußball-Aufzeichnung einen Mini-Film zu erstellen, der nur den Trainer am Spielfeldrand zeigt. Eine schöne Innovation am Rande ist die Option, eine handschriftliche Notiz direkt auf den Sperrbildschirm zu schreiben und dort so „anzuheften“, dass sie auch im Standby dauerhaft zu lesen ist.

Clevere Idee: Der sichere Ordner

Wie jedes Galaxy ist das Note 7 mit der Knox-Software so einrichtbar, dass berufliche Daten und Apps von der normalen Umgebung abgeschottet sind. Doch viele private Anwender wollen nicht gleich ihr ganzes Smartphone in zwei Bereiche aufteilen. Ihnen reicht es, wenn nur einige Dateien neugierigen Dritten verborgen bleiben. Hier bietet das Galaxy Note 7 erstmals den sogenannten „sicheren Ordner“. Dort kann man einzelne Dateien ablegen, die auch bei entsperrtem Smartphone nicht für jedermann einsehbar sind.

Optimierte Software

Samsung liefert das Galaxy Note 7 mit Android 6.0.1 aus. Die Software ist optisch etwas zurückhaltender gestaltet. Außerdem hat sich Samsung einige Optimierungen für die einhändige Bedienung einfallen lassen. So reicht etwa in der Kamera ein Wisch nach rechts, um Zugriff auf die verschiedenen Foto-Modi zu erhalten. Ein Wisch nach links wiederum zeigt verschiedene Farbfilter. Eine besondere Funktion gibt es für die Video-Wiedergabe: Hier kann der Kontrast und Farbumfang durch die optionale Video-Optimierung verbessert werden. Samsung spricht von „mobile HDR“ und verspricht, dass auch Videostreaming von Amazon somit verbessert werden soll.

Verkauf ab September, Vorbestellung im August

Das Samsung Galaxy Note7 ist in Deutschland ab dem 2. September in blau (blue-coral), silber (silver- titanium) und schwarz (black-onyx) erhältlich, die Preisempfehlung liegt bei 849 Euro. Doch schon ab dem 16. August kann man das Note 7 vorbestellen und erhalten dann einige Vorteile: Vorbesteller bekommen das Note 7 schon drei Tage vor dem offiziellem Marktstart und erhalten zusätzlich ohne Aufpreis eine der neuen Gear VR-Brillen.

Fazit: Samsung Galaxy Note 7

Ist das Note 7 das bislang beste Galaxy-Smartphone? Eine klare Antwort liefert natürlich erst der Labor-Test, aber im Praxis-Test bot es wenig Anlass für Kritik – und einen Ausblick auf die Technik, die man im kommenden Jahr vom Galaxy S8 erwarten kann. Fest steht aber auch: Abgesehen vom Stift sind die Unterschiede zum ähnlich großen Galaxy S7 Edge gering. Der Iris-Scan wirkt zwar enorm wichtig, funktioniert aber nicht so schnell und zuverlässig wie der Fingerabdruck-Scanner. Und USB Type C spielt seine Vorzüge erst aus, wenn mehr Geräte und Zubehör mit diesem Anschluss auf den Markt kommen. Weil aber inzwischen fast jedes Smartphone ein großes Display hat, hätte Samsung ruhig mutiger sein dürfen: Für den Notizblock-Ersatz bräuchte das Note 7 einen noch größeren Bildschirm.

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Waldemar Deutsch

Ich schreibe gerne über Technik und interessante Gadgets. Aktuell finde ich das Thema Kinect und Oculus Rift sehr unterhaltsam. Sobald unser Forum online geht, werde ich auch da einiges über das Thema veröffentlichen.

Webseite: www.microlabs.de
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